Heute in Trier - der Veranstaltungskalender

Datum: Mittwoch, 13. September 2017

Ausstellungen

Yesterday Tomorrow

Initiiert und koordiniert von der Bildhauerin Madeleine Dietz

Uhrzeit: 09.00 - 17.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Thermen am Viehmarkt, Viehmarktplatz 2, 54290 Trier

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Mittwoch
13
September

Zeitraum: 01.08.2017 - 17.09.2017

Inmitten von Straßenanlagen und Kanälen finden sich archäologische Zeugnisse von römischen Häusern, Termen aus dem 4. Jahrhundert, Kellerräume eines barocken Kapuzinerklosters bis hin zu Funden aus dem 2. Weltkrieg. Darüber baute der Architekt Oswald Ungers einen schützenden Glaskasten.

Der Ausstellungstitel verweist auf den zentralen Impuls der unterschiedlichen skulpturalen Interventionen in den historischen Raum. Das Gestern in die Erinnerung von Heute und das Morgen der Traum von Heute - so der bekannte arabische Dichter Khalil Gibran ( 1883-1931 ).

Im Dialog mit dieser Idee entwickeln Benjamin Appel, (*1978 in Augsburg, lebt in Leipzig), Madeleine Dietz, (*1953 in Mannheim, lebt in Landau-Godramstein), Sebastian Kuhn, (*1977 in Krumbach, lebt in Nürnberg), Jan Schmidt (*1973 in Wiesbaden, lebt in Frankfurt a. M.), und Jo Schöpfer (*1951 in Coburg, lebt in Berlin), eine im globalen wie lokalen verankerte künstlerische Sprache. Sie finden unterschiedliche Formulierungen und Interventionen in den Raum hinein für die Gegenwart des Zusammenlebens in einer zunehmend mobilen Gesellschaft, die sich aus vertrauten Versatzstücken (erinnerten, tradierten und vorgefundenen Relikten) stetig neu montiert und erfindet.

Spielerisch kombiniert Benjamin Appel Möbel und andere bekannte Wohn-Module neu. Etwa wenn er aus übereinandergestellten Stühlen (Metall, Holz und Betonputz) ein riesiges Vogelhaus im Zimmer“ (2015) baut.

Mit den für ihr Werk typischen, prägnanten und symbolträchtigen Materialien, fester, geschmiedeter Stahl (Beständigkeit und Schutz) und dem Schüttmaterial Erde (Prozesse des Werdens und Vergehens) eröffnet die Bildhauerin Madeleine Dietz ein weites Feld für Assoziationen. Ihre neuesten Arbeiten thematisieren das Phänomen der „Ent-Festung“. Zuverlässig geglaubte Materialien geraten aus der stabilen Balance und vertrauten Ordnung (Was oben war wird unten sein …, 2017).

Sebastian Kuhn hingegen experimentiert im Spannungsfeld von Anthropologie, Alltagsobjekten und aktuellen Materialien. Es entstehen poetisch-dynamische Montage-Objekte und Installationen, die den Betrachter zu eigenen, vielleicht fröhlichen Erzählungen - über das Bekannte hinaus - ermuntern (transcendental device, 2012; Dèjà-vu, 2008).

Jan Schmidt erarbeitet in geduldiger, tagelanger Feil- und Feinarbeit Fundstücke, die an fossile Urformen erinnern (Elch, 2014) oder sehr kleine Stelen aus Graphit, die wie ornamentierte Pfeile oder kleine Raketen auf einem Feld aufgestellt sind.

Jan Schöpfers zeitlos wirkende Werkstücke (z. B. Röhren - ohne Titel, 1982), können wie Module immer wieder neu bodendeckend, Raum aus- oder eingrenzend zusammengefügt werden. Derart spielerische, fragmentarische, ironisch-heitere oder handfeste Interventionen in die „archäologische Vitrine“ fordern den Betrachter zu einer Zeitwanderung auf, mit Kopf, Augen und Fuß. Nur vertraut mit dem Überliefertem aus der Vergangenheit können wir im Dialog mit der Gegenwart eine Verpflichtung für die Zukunft eingehen.
Anreise mit Bus & Bahn




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Anreise per PKW (Routenplaner)
Startort

Zielort Thermen am Viehmarkt
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