Pfalzel

Ganz im Norden von Trier liegt der Stadtteil Pfalzel. Wie schon der Name verrät, der sich von "Palatiolum" (kleiner Palast) herleitet, waren es spätrömische Kaiser, die diesen festungsartigen Palast an strategisch günstiger Stelle nur wenige Kilometer unterhalb der Stadt in der Nähe einer jüngst entdeckten zweiten römischen Brücke errichten ließen. Im Mittelalter wurden Teile der Palastruine als Wände für eine Klosterkirche (später Stiftskirche), für Keller, Scheunen und Häuser genutzt.

Noch heute sind die römischen Überreste in bis zu zwei Stockwerken Höhe in mehreren Gebäuden erhalten; das Pfarrhaus z. B. besteht aus zwei gotischen und zwei römischen Mauern. Ein hübscher Weg nach Pfalzel führt über die Mosel (30 Minuten mit dem Schiff). Die Anlegestelle liegt direkt außerhalb der Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. Von hier aus gelangt man über kurze idyllische Wege unter anderem zur Kirche (römische Mauern, römischer Mosaikfußboden, römischer Marmorfußboden), zum Pfarrhaus, zum Tor der erzbischöflichen Burg sowie zum Verwaltungszentrum des 16. Jahrhunderts. Alles ist in eine Kette von malerischen Häusern gefaßt. Bei der Anlegestelle befindet sich ein Café, das teilweise in den alten Kreuzgang des Stifts eingebaut ist.